Aus Meiner Familie
Carl Wilhelm von Kupffer
1829-1902 |
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C.V.
Er war der erste Sohn der Familie, sein Vater war Pastor. Ihm wurden wenige Grenzen gesetzt, jedoch Disziplin beigebracht. Seine Eltern erarbeiteten mit ihm anhand eines Gymnasium-Kurses viele Lehrfächer, darunter sogar die französische Sprache.
1849 absolvierte er die Eignungsprüfung zur Hochschule und trat in die medizinische Schule in Dorpat (heute Tartu) ein. Anschließ;end ging er zurück nach Kurland, um dort als Hausarzt zu arbeiten. Damit jedoch war er nicht zufrieden. Er wandte sich wieder der Hochschule zu und wurde Assistent in der Abteilung Anatomie. Unter Anleitung von Professor Bidder erforschte er das Zentrale Nervensystem.
1856-1857 studierte er in Wien, Berlin und Göttingen Physiologie. Dabei wurde er durch Diebois-Reymond und Johannes Müller beeinflusst.
1866 wurde er zum Professor der Anatomie in Kiel ernannt. Hier entdeckte er erstmals die Sternzellen, die nach ihm Kupffer-Sternzellen bzw. Browicz-Kupffer-Zellen benannt wurden.
1875 wurde er Professor der Anatomie in Königsberg. Hier hatte er Gelegenheit, das Gehirn von Immanuel Kant zu untersuchen.
1880 zog es ihn als Professor der Anatomie, nach München.
1901 schied er aus dem Berufsleben aus. Karl Wilhelm von Kupffer starb 1902 in München.
Sternzellen: Phagozytäre Endothelzellen der Leber sind sinusoide, Bestandteile des retikulo-endothelialen Systems (RES) und stellen einen zellulären Fangapparat dar. Sie liegen im Inneren der Leber und nehmen pathologische Blutbestandteile durch Adsorption und Phagozytose auf. Groß;e Bedeutung für die Immunkörperbildung. Sie bilden normalerweise die Histiozyten, unter pathologischen Umständen monozytoide und makrophagische (freie) Blutzellen.
