Goju Ryu
Miyagi Chojun (1888 - 1953)
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| Goju-Ryu ist eine der großen japanischen Karate-Stilrichtungen. Ihr scheinbar paradoxer Name (Go = stark, männlich; Ju = weich, sanft, weiblich) weist auf ihre Ursprünge hin. Goju-Ryu entstehe sowohl aus dem sanften chinesischen Chuan Fa (Kung Fu) und dem harten, starken Okinawa-Te. Begründer des Stils war Kanryo Higaonna aus Okinawa, der Heilige des Fausschlags. Chojun Miyagi aus Kyoto, der bei Higaonna lernte, entwickelte die Schule weiter und benannte sie Goju-Ryu, als er sie 1935 in Japan vorstellte. Miyagi bezog sich bei der Auswahl des Stilnamens auf das lange Zeit geheim gehaltene Bubishi, in dem eine der Acht Regeln des Faustkampfes da lautet: Alles im Universum atmet hart und weich (Ho Gōjū donto). Gogen Yamaguchi, die Katze, verbreitete den Stil außerhalb Japans. Die Stellungen haben eine Zentrierung der Körpermitte zum Schwerpunkt, die Wege sind kurz. Auf harte Angriffe erfolgt weiche, ausweichende Abwehr. Im Goju-Ryu werden 12 Kata gelehrt: Gekisai-Dai 1-2, Sanchin, Tensho, Saifa, Sepai, Seiyunchin, Sanseru, Shisochin, Seisan, Kururunfa, Suparinpai. |
