Kyokushin

Oyama Masutatsu (1923 - 1994)

Kihon
Der Gründer des Kyokushin, Masutatsu Oyama, begann mit neun Jahren Judo zu erlernen. Im Alter von 12 Jahren kam er nach Japan, wo er nach dem Abschluss seines Judo-Studiums ein Karate-Schüler von Funakoshi wurde. Er machte dabei solche Fortschritte, dass er im Alter von 17 Jahren 2. Dan, mit 24 Jahren bereits 4. Dan war. Während des Krieges wurde er zum Militär eingezogen. 1947 gewann er die All Japan Karate Championchips.
Nachdem er sich entschlossen hatte, den Rest seines Lebens der Lehre des Karate zu widmen, verbrachte er die nächsten Jahre abseits der menschlichen Gesellschaft. Er lebte in Klöstern und in den Bergen, wo er sich Tag und Nacht den physischen Anforderungen, die die Kampfkünste stellen, unterwarf. Er meditierte in dieser Zeit, Erleuchtung suchend, nach den Zen-Prinzipien, kämpfte gegen wilde Tiere, zerschmetterte Bäume und Steine mit blossen Händen und meditierte unter eisigen Wasserfällen etc. - 1951 kehrt er in die Zivilisation zurück und eröffnete seine ersten Trainingsräume. Seine sensationellen Fähigkeiten wurden schnell bekannt. Unter anderem tötete er einen ausgewachsenen Bullen mit den nackten Fäusten.
Ein wichtiges Merkmal des Kyokushin-Karate ist das Kämpfen mit Vollkontakt. Die Schläge werden also nicht vor dem Auftreffen gestoppt, sondern im Gegenteil bis zum Körper durchgeführt. Die Kämpfer tragen meist keine Schützer außer einem Tiefschutz. Viele gefährliche Schläge sind verständlicherweise im Wettkampf untersagt.
Im Kyokushin werden folgende Kata gelehrt: Pinan Sono 1-5, Pinan Sono Ura 1-5, Tekki sono 1, Sanchin, Yantsu, Tsuki no Kata, Gekisai Dai, Gekisai Sho, Tensho, Saifa, Seifenchin, Garyu, Sepai, Kanku, Sushiho.